Die Umschulung ist der Weg in die Zahnarztpraxis für alle, die schon mitten im Leben stehen.
Eine Umschulung zur ZFA ist eine Ausbildung für Erwachsene, die beruflich neu starten möchten. Sie lernen dieselben Inhalte wie in der regulären Ausbildung, häufig in kürzerer Zeit, und legen die Prüfung vor der Zahnärztekammer ab. Gefördert werden kann sie über einen Bildungsgutschein oder das Qualifizierungschancengesetz, wenn die Maßnahme AZAV-zugelassen ist.
Nicht jeder entscheidet sich direkt nach der Schule für den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten. Viele Erwachsene suchen nach einigen Jahren in einem anderen Job, nach einer Familienphase oder nach Arbeitslosigkeit eine neue Richtung. Für sie gibt es die Umschulung.
Seit 2025 ist bei der Förderung beruflicher Weiterbildung für Menschen im Bürgergeld-Bezug in vielen Fällen die Agentur für Arbeit zuständig. Fragen Sie bei Ihrem Jobcenter nach, wer in Ihrem Fall den Bildungsgutschein ausstellt.
Was unterscheidet eine Umschulung von der regulären Ausbildung?
Inhaltlich lernen Sie dasselbe wie in der dualen Ausbildung: Assistenz am Behandlungsstuhl, Hygiene, Patientenbetreuung, Abrechnung nach BEMA und GOZ, Mitwirkung beim Röntgen und Praxisorganisation. Der Unterschied liegt vor allem in der Organisation. Umschulungen sind häufig kürzer als die reguläre Ausbildung und richten sich gezielt an Erwachsene. Oft wird der Unterricht von einem Bildungsträger organisiert, während Sie praktische Erfahrung in einer Zahnarztpraxis sammeln.
Am Ende legen Sie die Abschlussprüfung vor der Zahnärztekammer ab. Ihr Abschluss ist damit genauso anerkannt wie nach einer dualen Ausbildung.
Wie wird eine Umschulung gefördert?
Für viele Erwachsene ist die Finanzierung entscheidend. Es gibt mehrere Fördermöglichkeiten:
- Bildungsgutschein: Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann die Kosten nach § 81 SGB III übernehmen, wenn die Maßnahme AZAV-zugelassen ist.
- Qualifizierungschancengesetz: Wer beschäftigt ist, kann unter Umständen eine Förderung nach § 82 SGB III erhalten.
- Lebensunterhalt: Während einer geförderten Umschulung kann je nach Situation Arbeitslosengeld bei Weiterbildung oder Bürgergeld weiterlaufen.
Die Voraussetzungen werden im Einzelfall geprüft. Lassen Sie sich deshalb frühzeitig beraten. Mehr dazu lesen Sie unter Bekomme ich einen Bildungsgutschein für die ZFA-Umschulung? und Bekomme ich während der Umschulung Geld?.
Wie läuft eine Umschulung praktisch ab?
Viele Umschulungen nutzen heute das Blended-Learning-Format. Dabei wechseln sich Lernphasen online und Einsätze in einer Zahnarztpraxis ab. So lassen sich Theorie und Praxis gut verbinden, und Sie sparen Fahrtwege. Was genau hinter diesem Modell steckt, erklärt der Beitrag Was bedeutet Blended Learning in der ZFA-Ausbildung?.
Achten Sie darauf, dass der Bildungsträger und die Maßnahme nach AZAV zugelassen sind. Nur dann ist eine Förderung über einen Bildungsgutschein möglich.
Für wen eignet sich eine Umschulung?
Eine Umschulung passt zu Ihnen, wenn Sie gern mit Menschen arbeiten, sorgfältig sind und keine Scheu vor Blut und Speichel haben. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Auch mit 30, 40 oder später ist der Einstieg möglich.
Bringen Sie außerdem etwas Zeit für die Vorbereitung mit. Zwischen der ersten Beratung, der Entscheidung über die Förderung und dem Start der Umschulung können einige Wochen vergehen.
Nächste Schritte
- Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter.
- Klären Sie, ob Sie einen Bildungsgutschein oder eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz erhalten können.
- Suchen Sie sich einen AZAV-zertifizierten Anbieter, zum Beispiel Care-er mit seiner Blended-Learning-Umschulung, die bei Erfüllung der Voraussetzungen zu 100 % förderfähig ist.